Weingut Fürst Löwenstein

Naturschutz

Optimale Waldwirtschaft durch vielfältige Maßnahmen des Artenschutzes
und des Landschaftsschutzes im Hause Löwenstein

Das Hafenlohrtal und die angrenzenden Wälder sind im Eigentum Löwenstein seit 1806 und wurden in ihrer Natürlichkeit und Schönheit bewahrt, in einer gelungenen Balance zwischen Nutzung und Erhalt. Seit der Mitte des 20. Jahrhundert kam es zu regelmäßigen Versuchen, die Landschaft im Hafenlohrtal zu zerstören.

Die Autobahn A3 sollte durch das Hafenlohrtal führen. Es gelang, dieses Begehren abzuweh­ren.

Das Trinkwasserbecken im Hafenlohrtal. Das Land plante ein Rückstaubecken zu bauen, wel­ches das ganze Hafenlohrtal tief unter Wasser gesetzt hätte. Dabei wurden von Seiten des Staates lukrative und hochwertige Angebote gemacht, das Land zu kaufen. Durch ständige Ablehnung und mit der Hilfe einer Volksbewegung "Hafenlohrtal Freunde" kam der Plan nicht zur Verwirklichung.
Die ICE-Strecke Fulda-Würzburg sollte durch das Hafenlohrtal geführt werden, was auch ab­gelehnt wurde.

Forst im Winter
Forst im Winter
Forst

Erholung in unberührter Natur

Vielfältig sind die Bemühungen, die Schönheit der Landschaft auch dem größeren Publikum zu öffnen und Erholung zu bieten. So durchzieht ein Netz von Wanderwegen den Forst Lö­wenstein, die an Überregionale und Fernwanderwege angeschlossen sind. Regelmäßige Kontrolle der Verkehrssicherheit findet auf der Kreisstraße Nr. MSP26 statt, die das Gebiet durchzieht.

Historische Monumente, wie der Aquädukt bei Lindenfurth, die Kirche in Einsiedel und die gotische Kapelle im Margarethenhof werden erhalten und gepflegt. Das Jagdschloss Karlshöhe ebenso.

3 Wirtschaften, bei denen der Wanderer rasten und einkehren kann, werden aufwändig un­terhalten: Haus Silvan, Haus Aurora und das Wirtshaus Karlshöhe; alle diese Einrichtungen sind nicht gewinnbringend und werden aus Rücksicht auf die Öffentlichkeit unterhalten.

Schutz der Landschaft und der Artenvielfalt

Im Sinne eines bewahrenden Landschaftsschutzes werden keine Kahlschläge im Wald durch­geführt, vielmehr werden junge Bäume gepflanzt oder Naturverjüngung gefördert und erst dann die alten Bäume entnommen, was auch geschieht, um dem Jungwuchs Licht und Luft zum Wachstum zu geben.

Im Artenschutz wird der wissenschaftlich fundierte Kernsatz beachtet, dass bewirtschafteter Wald viel artenreicher ist als absterbender Urwald. In dem Forst, der nach den Grundsätzen von nachhaltiger und ordentlicher Forstwirtschaft geführt wird, wächst seit Generationen ein naturnaher Wald heran, der eine reiche Artenvielfalt erlaubt und nicht nach wechselnden Ideologien "entnaturalisiert" wird.

Aktiver Naturschutz

Namhafte Projekte des Naturschutzes werden unterstützt: Wildkatze und Luchs sind im Wald wieder heimisch. Im Hafenlohrtal wird einer Herde Wasserbüffel ein großes Futtergebiet zur Verfügung gestellt, um die Verbüschung dieses Abschnittes zu vermeiden.

Am Kallmuth-Weinberg besitzt und pflegt der Forst Löwenstein ein 12 Hektar großes Natur­schutzgebiet, in dem mediterrane Flora auf dem Kalkfelsen wächst, die seltene Zip-Ammer zu Hause ist und unzählige seltene Insektenarten leben. Die wärmste biologische Nische Bayerns.

Im natur- und denkmalsgeschützten Löwenstein´schen Schlosspark zu Kleinheubach leben über 30 Vogelarten und unter dem Dach des Schlosses wohnen 350 Fledermäuse, wie die Naturschutz­behörde erfreut feststellte, die Kosten der Reinigung trägt das Haus.

© Fürst Löwenstein 2016